Unser Lastesel

Dinghi und Aussenborder
Wenn man viel ankert braucht man ein praktisches Dingi. Wir nutzen ein faltbares, kompaktes Loadestar 230 mit Johnson 4 PS Aussenborder. Das Dingi ist für zwei (max 4) Personen ausreichend. Mit einer Person schafft es der 4 PS Johnson mit Anlauf in den Gleitzustand. Vorteil des Dingis: Durch den Luftboden ist es leicht (13 kg), man kann es über die Reling auf das Vordeck ziehen (es passt genau zwischen Mast und Ankerwinsch) und man benötigt keine teuren und schweren Davids am Heck, die außerdem immer stören. Man kann es bei längeren Törns einfach wegstauen.
Ins Dinghi steigt man über die praktische Amel- Bordleiter die gleichzeitig als Gangway eingesetzt werden kann.

Nach drei Jahren Nutzung waren nur noch die beiden Haupt-Luftkammern dicht. Der (undichte Luftboden) hat sich bei einem Sturm am Ankerplatz verabschiedet, jetzt nutzen wir Bodenbretter aus Bootssperrholz. Nach 2 Jahren probieren mit verschiedenen Klebern haben wir den Kielschlauch endlich dicht bekommen. Das PVC der Haupt- Schläuche zeigt deutliche „UV-Verbrennungen“. Die Klebenähte am Heckbrett lösen sich auf und mussten geschraubt werden. Das Dinghi ist für längere Distanzen (grösser 1 Meile) und grössere Buchten kaum geeignet. Für geschützte Ankerplätze aber eine gute Wahl. Auf den atlantischen Inseln wird z.B. wenig bis nicht geankert.
Wer in der Karibik, Südsee oder generell in großen Buchten ankern muss braucht nach unseren Einschätzung auf jeden Fall ein stabiles Beiboot mit festem Boden (z.B. Karibe) und möglichst einen starkem Aussenborder. Das kostet zusammen leicht 6-7000 Euro und ist entsprechend schwer.
Von einem Johnson Aussenborder würden wir generell abraten. Sie sind zwar zuverlässig aber die Firma verlangt astronomische Preise für die Ersatzteile. Beliebt an der Atlantikküste sind Yahama und Honda. Für diese Fabrikate gibt es fast überall guten Service und die Teile sind nicht ganz so teuer.
Loadestar ist ok, scheint uns aber vom Preis-Leistung Verhältnis nicht optimal.