Reisebericht Syrien

Wir sind von Girne aus nach Latakia gesegelt. Ca.130 Seemeilen
Es gibt nur den einen Hafen für Jachten in Syrien. Wir haben unsere Pässe, den Bootsschein und unser ungefähres Ankunftsdatum per Mail an die Marina in Latakia gesendet. Am Morgen unsere Ankunft sind die Herren vom Zoll aufs Schiff um die Einreiseformalitäten zu erledigen. Wichtig sind ein Ausreisepapier des letzten Hafens und eine plausible Erklärung wo man die letzen Tage war. Unter keinen Umständen darf man in Israel gewesen sein. Wir haben dann für 80 $ und 20 $ Bearbeitungsgebühr(wird von der Marina berechnet) ein Visum für 15 Tage erhalten. Pro Nacht haben wir 16 Euro gezahlt.

In der Marina liegt man sicher und ruhig. Wir waren fast immer das einzige Segelschiff. Außer einigen Motorbooten ist die Marina leer. Allerdings ist das Wasser ziemlich verdreckt. Baden ist nicht möglich. Es gibt auch sonst keine für uns akzeptablen Badeplätze.
Die Innenstadt von Latakia liegt ungefähr 2-3 KM von der Marina entfernt. Da Taxifahrten hier für unsere Verhältnisse fast nichts kosten, haben wir davon ausführlich gebrauch gemacht. Man muss sich nur an den Straßenrand stellen und innerhalb von wenigen Minuten hat man einen fahrbaren Untersatz.
Die Verständigung ist allerdings nicht immer einfach. Nur wenige Syrer sprechen englisch.
Wir haben uns alle wichtigen Ziele in Arabisch auf einen Zettel schreiben lassen und dann immer das jeweils passende dem Fahrer vor die Nase gehalten. (Übersetzung nicht vergessen)
Damit sind wir in ganz Syrien gut vorangekommen. Ansonsten sind die Menschen sehr hilfsbereit und freundlich. Wenn es mit der Verständigung so gar nicht klappen wollte, wurden wir auch schon mal an der Hand genommen und persönlich zu unserem Ziel gebracht.
Die erste Tour hat die Managerin, Maissa Zavika, der Marina in Absprache mit uns organisiert. Uns stand ein Fahrer zu Verfügung, der leider kein Englisch sprach. So waren spontane Änderungen nur mit Rücksprache mit Maissa möglich und dementsprechend kompliziert.
Nach Aleppo haben wir uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg gemacht. Ist sehr gut organisiert und kein Problem. Leicht lassen sich schöne Hotels finden, allerdings muss man mit ca. 100 -130 $ pro Nacht rechnen.
Selber fahren in Syrien ist kein Vergnügen. Viel Verkehr und eigenwilliges Verhalten der Verkehrsteilnehmer machte das Fahren zeitweise für uns zum Albtraum.

Als Segelrevier hat Syrien gar nichts zu bieten. Man kann sich nur in der Marina aufhalten. Interessant ist das Land mit seiner langen Geschichte, den vielen unterschiedlichen Landschaften und Kulturen. Orientalisch und doch auch sehr westlich, Beduinenzelte und modere Großstädte, Wüste und fruchtbare Täler, die einen glauben lassen man wäre in Südfrankreich. Weite Flächen auf denen Getreide und Sonnenblumen wachsen.

Mehr Infos im Tagebuch






Syrien Yacht Club
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