Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 01.05.2007
Ortsname Göreme
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 22 °C / °C
Wind / Wellen / -

Tagestour

Derinkuyu

Das Wetter ist herrlich, genau richtig für die geplante Tagestour mit Führung und vollem Programm.

Erst geht’s zu einer der größten unterirdischen Städte Derinkuyu. Es gibt um die 50 bekannte unterirdische Städte, aber es werden noch weitere vermutet und auch entdeckt. Mann geht davon aus, dass die ersten Siedlungen vor 4000 Jahren von den Hethitern unter der Erde angelegt wurden. Während der Christenverfolgung und den Araberüberfällen im 7.Jh. wurden die Siedlungen als Fluchtstätten immer weiter ausgebaut und bei dem kleinsten Anzeichen von Gefahr verschwanden die Bewohner mit Kind und Kegel im Untergrund und blieben dort für bis zu 6 Monaten. Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem sorgte für Frischluft, es gab Lager für Wasser, Wein und Öl und die rußgeschwärzten Küchen kann man heute noch sehen.

Vor der unterirdischen Stadt wurden immer schon handgemachte Püppchen an Touristen verkauft. Ein Stand reiht sich an den anderen. Eine möchten wir auch kaufen. In dem Moment in dem man Interesse zeigt ist man verloren. Wie die Geier stürzen sich zwei kräftige Türkinnen auf mich um mir mindestens zwei zu verkaufen. Ich möchte aber nur eine und nur stoisches Abwinken und die Flucht in den Bus retten uns vor dem Kauf.

 

Ihlara Valley

Nächste Station ist der Ihlara Canyon. Vorbei an hunderten von Felsenkirchen und immer dem Melendiz entlang können wir wieder nur stauen in Anbetracht der pittoresken Landschaft.




(Kirche unter dem Baum )Agacalti Kilise
 

 

Selime

Nach dem Mittagessen geht es weiter nach Selime, eine im Tuffstein versteckte Klosteranlage aus dem 8 Jh. Die Anlage ist nur über eine enge Steinstiege zu erreichen, eine rutschige Angelegenheit, bei der man viel Standfestigkeit braucht
Angeblich sollen das Kloster und die umliegenden Felsen als Kulisse einer „Star Wars“
Episode gedieht haben… Ein Gerücht, das sich hartnäckig hält.

 

Taubental

Schluss endlich geht es am Taubental vorbei zurück nach Göreme. Das Tal hat seinen Namen wegen der vielen Taubenschläge in den Höhlen. Die Bauern haben früher den Dung in ihren Weinfeldern verwendet. Mit der Erfindung des Kunstdüngers wurden die Tauben abgeschossen und verspeist. Heute stehen sie unter Naturschutz und vermehren sich wieder fleißig