Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 01.09.2006
Ortsname
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser °C / °C
Wind / Wellen 7-8 / -

Einklarieren in die Türkei

Wir hatten die Information, dass einklarieren in Turgutreis einfacher sei als in Bodrum. Also beschließen wir den kleinen Umweg über Turgutreis zu machen , ca. 7 Seemeilen Richtung Norden. Im türkischen Waters Pilot von Rod Heikel ist der Hafen als kleiner Fischerhafen beschrieben, der immer von Gulets belegt ist .
Wir erreichen den Hafen zügig, der Wind ist genau richtig, und statt eines kleinen Fischerhafens finden eine total neue super ausgestattete Marina vor. Nette türkische Mitarbeiter empfangen uns schon mit einem Schlauchboot und weisen uns gleich einen Platz an der Mole zu, um einzuklarieren. Der Zoll liegt um die Ecke. Johannes schiebt mit unseren Papieren ab, ich bleibe beim Schiff. Kurz darauf kommt er zurück, ich muss mit , den da gibt es einen Doktor der uns beide sehen will ???
O.k. ,wir zusammen wieder zum Zoll ins Büro des Doktors. Der möchte von uns ein Papier und versucht uns das radebrechend klarzumachen. Endlich verstehen wir ,dass ein Transitlog hermuss. Das wiederum erhalten im Büro der Marina. Also wieder zurück zum Büro der Marina. Dort sitzt ein überaus freundlicher junger Mann der und auch noch Tee und Wasser bringen lässt und ein Transitlog für uns ausstellt für 38 Euro und mit mindestens 4 Durchschlägen. Das ging jetzt aber flott. Nach den Erfahrungen in Griechenland können wir es noch gar nicht fassen wie nett und hilfsbereit die Menschen hier sind.
Wir also zurück zum Zoll und ins Büro des Doktors. Dessen Rolle ist uns bis jetzt ein Rätsel. Ein wenig unbeholfen versucht er die Daten von Schiff und Crew ein zugeben und endlich erhalten wir den ersten der vier begehrten Stempeln.
Weiter ins Büro der Polizei, leider verlassen. Der Kollege vom Zoll , alle Büros liegen auf einem Flur, zeigt nach draußen . Kollege Polizist ist draußen und schäkert mit den Damen.
Doch auch hier erhalten wir den zweiten Stempel. Nun ab zum Zoll, eine Tür weiter. Nun ist dieser Beamte ebenfalls verschwunden, auch nach draußen zu den Damen. Kurzer Ruf des Kollegen Polizist und der dritte Stempel setzt sich in Bewegung.
Nun zur obersten Instanz, dem Hafenmeister. Er prüft nochmals die Unterlagen hat noch Fragen zu der Verdrängung des Schiffes ??? Spielt bei Segelschiffen eigentlich keine Rolle. Johannes kennt zufällig den Wert und so erhalten wir auch den letzten Stempel. Nun müssen wir drei der Durchschläge noch an Polizei und Zoll verteilen, die Herren sind wieder draußen unterwegs und dann nichts wie weg.Trotz allem ist Turgutreis ein guter Einklarierungshafen, da hier alle Beamten zusammen sitzen.

Inzwischen ist es 16:30, nach Bodrum noch 14 Seemeilen und der Wind perfekt.

 

Ankunft in Bodrum

Gegen 19:10 erreichen wir die Marina , der Wind hat an Stärke ordentlich zugelegt ,wahrscheinlich schon die Vorboten des Starkwindes von morgen.
Auch hier wieder hilfsbereite junge Männer mit Schlauchbooten. Ruckzuck hängen wir an der Moorig , trotz der starken Böen. Ein junge Dame kommt um uns zu begrüßen und gibt uns eine Mappe mit Unterlagen an die Hand. Wir sind wieder fassungslos. Die Türkei scheint ein Paradies für Segler zu sein.

 

Kurz drauf kommt ein weiters Schiff ,die noch freie Lücke ist recht eng und es gelingt mit der Hilfe des Marinapersonals der Crew und Johannes das schwere alte wunderschöne Holzschiff an den Steg zu ziehen.
Die Eigner sind aus München und haben in liebevoller Kleinarbeit das alte Schiff originalgetreu wieder hergerichtet. Schnell kommen wir ins Gespräch. Vesa ist Türkin und Michael Deutscher und beide kennen sich hier super aus.
Als Krönung diese gelungenen Tages laden uns Vesa und Michael ein, mit Ihnen, Freunden und deren Kindern mit in ein Lokal zu kommen, sie feiern dort ihren Abschied, da am Samstag die Heimreise ansteht. Das “ Tam Tam” liegt unter Mandarinenbäumen, ist mit vielen gemütlichen Sitzgruppen ausgestattet und jeden Abend findet hier Lifemusik statt. Heute Salsa und Samba. Jeder der möchte kann mitmachen. Ein tolle Atmosphäre, alle begrüßen uns überaus freundlich und es wird ein langer Abend.