Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 06.06.2019
Ortsname Bagnara Calabra/ Italien
Kurs - °/kn
Ziel Scilla/Italien
Luft / Wasser 29 °C / 20 °C
Wind / Wellen keiner / o,1

Scilla und die Stra├če von Messina

Fr├╝h verlassen wir den doch sehr gew├Âhnungsbed├╝rftigen Ort. Der Hafen ist ziemlich verdreckt,
├╝berall t├╝rmen sich M├╝ll und Schrott von ausrangierten Booten und Ersatzteilen. Es herrscht ein totales Durcheinander. Ein Porto Touristico ist das schon lange nicht mehr. Wir k├Ânnen nicht verstehen, warum es hier so verwahrlost ist. Den der Fischereibetrieb ist sehr emsig. In der Nacht laufen immer wieder Trawler ein und aus und sehr fr├╝h am Morgen starten die Schwertfischboote.

Scilla liegt direkt an der Stra├če von Messina und heute k├Ânnen wir die schmale Durchfahrt auch sehen. Gestern war sie gespenstig im Dunst verborgen. Die von Homer beschriebenen Strudel gibt es nicht mehr. Seit einem Erdbeben hat sich der Meeresgrund in der Stra├če von Messina ver├Ąndert und damit auch die Strudel. Sie sind nur noch als harmlose Ver├Ąnderungen der Wasseroberfl├Ąche zu beobachten.
Da es immer noch sehr ruhig ist, ankern wir vor der Altstadt von Scilla. Mit den Dingi geht es zur ersten Erkundung.

Wieder schlendern wir durch schmale G├Ąsschen und Treppen den Berg hoch.├ťber dem Ort thront das Kastell der Familie Ruffo, die lange Zeit ├╝ber die Stadt herrschte. Der Sage nach lebten hier an der Einfahrt zur Stra├če von Messina das Ungeheur Scilla und auf der gegen├╝berliegenden Seite Charybdis. Beide machten es den Seefahrern schwer, die Stra├če zu passieren.