Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 07.05.2018
Ortsname Santa Maria Navarres/ Sardinien/ Italien
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 24 °C / 18 °C
Wind / Wellen / -

Tour in die Berge

Die Wettervorhersage ist gut, die Sonne scheint. Wir fahren in die Berge, wollen noch etwas mehr von der Insel sehen und einige Nuraghen besuchen. Erstes Ziel ist der Logo alto di Flumendosa, der liegt im Barbagia und wird von vielen kleinen Zuflüssen und von dem Fluss Flumendosa gespeist.
Wegen des vielen Regens in den letzten Tagen fließt überall viel Wasser und der Stausee ist voll. An einer der vielen Quellen füllen wir unseren Wasserkanister.

Auf den kleinen Straßen begegnen uns neben unzähligen freilaufenden Kühen nur noch Motorradfahrer in rauen Mengen, die es genießen, Kurve um Kurve auf fast leeren Straßen zu fahren.
Ansonsten ist es hier menschenleer und sehr still – außer einigen Vögeln hört man nur das Rauschen des Flusses.

Nach der Mittagspause am Wasser fahren wir Richtung Serri weiter , inzwischen regnet es wieder, dort wollen wir uns einen Schlafplatz suchen. Die Landschaft wechselt ständig ihr Gesicht, mal schroff und kahl, dann wieder grüne Weiden und Wälder. Immer wieder „kommen wir vom Wege ab“ und folgen kleinen Abzweigungen die wieder atemberaubende Ausblicke bringen. So auch die Nurghae irgendwo zwischen Sadeli und Villanova Tulo. Wir sind alleine, hören die Glöckchen von den zahllosen Schafherden, die durch Weideland ziehen. Ab und zu ruft ein Kuckuck.

Immer wieder queren wir die Schmalspurbahn, die von Arbatax nach Cagliari führt.
So brauchen wir Stunden für die wenigen Kilometer und erreichen am späten Nachmittag Serri. Wir suchen ein Restaurant oder eine Pizzeria, wollen etwas essen und dann einen Nachtplatz suchen. Aber der Ort ist so klein und verschlafen, da gibt es nichts zu essen für uns.
Wir fahren weiter und landen in Mandas, hat immerhin 2000 Einwohner. Ein typischer Ort in den Bergen, dunkle Häuser aus Granit, enge Gassen, einige Bars und ein Supermarkt. Etwas versteckt ein Restaurant. Hier bleiben wir und finden einen tollen ruhigen Schlafplatz vor dem Kloster. Im Kloster ist die Bibliothek und eine kleines Museum untergebracht. Ansonsten ist der Garten und Parkplatz leer, gut geeignet für eine ruhige, ungestörte Nacht.