Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 07.06.2008
Ortsname Vulkano
Kurs - °/kn
Ziel Stromboli
Luft / Wasser 26 °C / 20 °C
Wind / Wellen SSW 8-26 KN / -0,50

Stromboli

7:40 brechen wir auf. Heute Nacht hat es doch tats├Ąchlich wieder geregnet. Es ist ruhig aber ziemlich bew├Âlkt. Ein leichter Wind aus SSW weht. Mit dem Bliester geht es gut voran.
Aber nicht lange. Der Himmel zieht sich immer weiter zu und der Wind frischt auf

Also Bliester weg und Kuterstagsegel rauf. So kommen wir z├╝gig vorw├Ąrts und sind in gut f├╝nf Stunden in der Ankerbucht vor S. Vincenco.
Der Stromboli ist ein Vulkan wie aus dem Bilderbuch. Steil steigen die Kraterw├Ąnde aus dem Wasser und eine dicke Rauchwolke h├╝llt seinen Gipfel ein. Ein faszinierender Anblick

Wir versuchen zu ankern, aber der Anker will nicht halten. So schnappen wir uns eine der vielen Bojen und machen uns daran fest. Wir sind das einzige Segelschiff und freuen uns ├╝ber die freien Bojen.
Dann ab ans Ufer und in den Ort.

Leider k├Ânnen wir heute nicht mehr mit einer gef├╝hrten Tour zum Krater. Die Gruppen gehen um 17:00 los und wir sind zu sp├Ąt. Wenn das Wetter mitspielt gehen wir morgen mit. Bacchus liegt ja sicher an der Boje

Die Orte auf Stromboli sind praktisch autofrei. Gefahren wird hier mit kleinen Elektroautos, egal ob M├╝llabfuhr oder Taxi. Auch sonst geht es sehr gem├╝tlich zu.

Auf Stromboli gibt es an der S├╝dwestseite den kleinen Ort Ginostra, der auch heute noch nicht auf dem Landweg erreichbar ist. Auch F├Ąhren k├Ânnen nicht anlegen. Die F├Ąhren m├╝ssen vor Anker gehen uns alle Menschen und Waren werden in kleine Boote umgeladen und zum Ufer gebracht

 

Als wir zum Boot zur├╝ckkommen erleben wir eine ├ťberraschung. Ein Dingi steuert auf uns zu und der junge Mann darin m├Âchte von uns 50 Euro f├╝r die Boje. Wir k├Ânnen es nicht fassen und fragen ob wir uns vielleicht verh├Ârt haben. Aber nein, 50 Euro sind der Preis f├╝r eine Nacht an der Boje, einen kleinen Rabatt k├Ânnte er uns geben. Wir finden den Preis einfach nur unversch├Ąmt Wir verzichten, machen los und werfen unseren Anker einige Meter weiter erneut. Wir vertrauen darauf, dass es ruhig bleibt und beschlie├čen morgen ohne Kratertour nach Panarea weiter zu segeln. Am unsicheren Anker k├Ânnen wir das Schiff nicht 5-6 Stunden alleine lassen, besonders da das Wetter hier sehr unbest├Ąndig ist.