Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 08.05.2015
Ortsname Mdiq/ Marokko
Kurs -138 °/kn
Ziel El Jebah/ Marokko
Luft / Wasser 25 °C / 18 °C
Wind / Wellen / -

“The place to chill out”….

…so beschreibt Graham Hutt in seinem Revierfüherer „North Afrika“ den kleinen Fischerhafen in El Jebah. Mister Hutt war wohl lange nicht mehr vor Ort. Die Fischer sind nicht, wie beschrieben hilfsbereit und freundlich, sondern extrem abweisend. El Jebah ist nicht beautifull, sonders es stinkt barbarisch nach Abwasser und rund um das schmutzige Hafenbecken wird an neuen Maueren gebaut. Wir werden nachdrücklich aufgefordert den Hafen wieder zu verlassen. Es ist nicht erlaubt als Yacht im Fischereihafen zu bleiben.
GroĂźe Frage wohin? Wir sind schon fast 12 Stunden unterwegs. Haben Delfine und Wale gesehen

Eine beeindruckende Landschaft ist an uns vorbeigezogen. Konnten fast die Hälfte der Strecke unter Segeln zurücklegen und haben keine Lust noch mal mindestens 3 Stunden bis zum nächsten Fischereihafen zu motoren. Nach Inspektion der nahegelegenen Ankerbucht scheidet diese als Übernachtungsmöglichkeit aus- viel zuviel Schwell und 10 Meter tief.
Wir beschlieĂźen trotz der Proteste der Fischer in den Hafen zurĂĽck zukehren, den Anker zu werfen und abzuwarten.

Einfahrt in den Fischerhafen El Jebah

Wir sehen den zuständigen Polizeibeamten schon am Betonpier herumstreifen auf der Suche nach einer Fahrgelegenheit. Ein Fischer rudert ihn zu uns und nun beginnt die Diskussion. Ende vom Lied, nachdem wir ihm den Revierführer und alle Papiere unter die Nase gehalten haben, und er mit dem Chef telefoniert hat, dürfen wir von ihm aus eine Nacht bleiben. Erleichtert wollen wir nur noch in unsre Kojen. Morgen geht es sehr früh weiter.
Um 23:00 klopft es heftig an unsere. Verschlafen schaut Johannes raus. Der Harbourmaster wurde aktiviert und hat sich nun auch noch auf den Weg zu uns gemacht, übellaunig will er wieder alle Papiere sehen und stellt klar, hier ist er der Chef und nicht die Polizei. Wieder erklären wir unsere Situation, nirgends steht, dass es verboten ist in Fischereihäfen festzumachen und versprechen bei Sonnenaufgang zu verschwinden. Nicht so richtig zufrieden zieht er nach einigem hin und her ab und lässt uns bleiben.
…ein echter Ort zum chillen…