Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 12.06.2007
Ortsname Aleppo/ Syrien
Kurs - °/kn
Ziel Latakia/ Syrien
Luft / Wasser 32 °C / °C
Wind / Wellen / -

Überlandfahrt

Der Fahrer kommt nicht um 9:00 sondern um 9:30 und das Auto stellt sich als 30 Jahre alter Kleinbus polnischer Herkunft heraus.
Nun beginnt eine abenteuerliche Fahrt über teilweise abenteuerliche Straßen. Wir fahren ca. 250 km durch ein abwechslungsreiche Landschaft. Olivenhain reiht sich an Olivenhain und zwischendurch gibt es immer wieder interessante Dorfszenen, Landschaften und historische Ruinen zu sehen.
 
 

 

Kloster des Hl. Simon

Kloster des Säulenheiligen Simeon, hier soll der Hl. Simeon von 1500Jahren 20-40 Jahre, die Angaben schwanken, von einer 18 Meter hohen Säule gepredigt haben. Die prächtige Kirche gilt als Vorgänger der 3.Jh. später in Europa gebauten Kathedralen

 

Al- Bara

Oder Al Bara eine „Toten Städte“ die im 2.-6. Jh. in dieser Gegend wegen der vielen Pilger entstanden sind. Prunkvolle Gräber , zweistöckige Häuser mit Produktionsstätten für Wein und Olivenöl, Kirchen und Klöster liegen hier verstreut am Berghang
 
 

 

Am Straßenrand gibt’s eine Falaffel als mittäglichen Imbiss. Mit Ayran während wilder Fahrt verspeist

 

Hama

Um 16:00 kommen wir ziemlich geschafft aber lebendig in Apamea an.
Nun trennen sich unsere Wege. Der klapprige Minibus fährt zurück nach Aleppo, wir fahren weiter mit öffentlichen Bussen nach Hama. Dort sehen wir uns die riesigen alten Wasserräder an, die über Jahrhunderte Wasser zur Versorgung der Stadt nach oben in die Viadukte befördert haben und heute immer noch kreischend rotieren
Dann weiter nach Homs eine Stadt nahe der libanesischen Grenze, denn nur von hier aus geht der „Pulmann“ nach Latakia. Alles klappt nach fahrplan und gegen 24:00 sind wir wieder in der Marina.

Der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist in Syrien überraschend gut organisiert und unglaublich preiswert. Für Zug, Bahn, Taxis und Busse haben wir während dieser Tour sage und schreibe ganze 20 Euro ausgegeben und ca. 500 km zurückgelegt. Für unseren Fahrer samt Minibus für sechseinhalb Stunden Tour insgesamt 30 Euro.
Wenn man nicht im Restaurant sondern im Strassenverkauf (meistens schmackhaft und frisch zubereitet) isst und trinkt kann man am Tag unmöglich mehr als 5 Euro ausgeben und man ist tatsächlich satt.
Das einzig wirklich teure in Syrien sind akzeptable Unterkünfte. Diese liegen nach unserer Erfahrung zwischen 70 und 130 Dollar pro Nacht für ein Doppelzimmer mit Frühstück. Das Niveau reicht dann von 2 bis 5 Sterne.