Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 15.05.2019
Ortsname Ventotene/ Italien
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 16 °C / 16 °C
Wind / Wellen / -

WechselbÀder

Der Wind hat sich beruhigt und wir beschließen erst mal hier zu bleiben. Die PersonenfĂ€hre hat angelegt ohne groß Schwell zu machen und vor uns liegt plötzlich ein großes, graues Schiff von
der Guardia Finanza, wir scheinen nicht zu stören. Doch da kommt ein Mitarbeiter der Hafenbehörde und fordert uns auf den Platz zu verlassen. In ca 20 Minuten kĂ€me eine große AutofĂ€hre und bis dahin mĂŒssen wir weg sein.

Den Hafenmeister der Marina Porto Veccio können wir nicht erreichen und so machen wir uns ohne Anmeldung auf den Weg. Das Meer ist unruhig und vor der Hafeneinfahrt steht Schwell. Es fĂ€ngt an zu regnen.Tolle Bedingungen um in die schmale, felsige Einfahrt des alten Römerhafens zu passieren. Die Wellen schlagen rechts und links auf die schwarzen Felsen und jetzt heißt es nur noch durch. Johannes steuert Bacchus souverĂ€n um die „Ecke“ in den kleinen Hafen und sofort in den nĂ€chsten freie LĂŒcke. Geschafft,da kommt auch schon Hilfe fĂŒr die Mooring.

Inzwischen regnet es in strömen. Der Hafenmeister und sein „Assistent“, den „Assistenten“ erkennen wir daran, dass er einen Pappkarton ĂŒber seinen Chef hĂ€lt, um ihn vor dem Regen zu schĂŒtzen, eilen zur Hilfe. Da alle HĂ€nde gebraucht werden, wird auch er bei dem Anlegemanöver nass. Um 11:30 liegen wir fest. Froh, die Entscheidung fĂŒr den Hafen getroffen zu haben. Ich habe zwischendurch stark daran gezweifelt und bei der engen Einfahrt in den felsigen Hafen schon einige AtemĂŒbungen gebraucht, um meine Nerven nicht zu verlieren. BestĂ€tigt wird unsere Entscheidung noch dadurch, dass die AutofĂ€hre groß und mĂ€chtig genau neben „unsrem“ alten Liegeplatz festgemacht hat und ein Auto nach dem anderen ausspuckt.
Nun liegen wir in einem römischen, aus dem vollen Tuffstein geschlagen Hafen, sicher und verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig ruhig und werden bleiben bis das Wetter endlich besser wird.