Tagebuch der SY Bacchus

Voriges Jahr Voriger Monat Oktober 2006 Nächster Monat Nächstes Jahr
Mo Di Mi Do Fr Sa So
25 26 27 28 29 30 01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 01 02 03 04 05
Datum 15.10.2006
Ortsname
Kurs -15 °/kn
Ziel Antalya
Luft / Wasser 26 °C / °C
Wind / Wellen S 3-4 / -0,7

Weiter nach Antalya


Die Marina in Kemer ist vorbildlich, sie gehört zu den schönsten Marinas die wir bis jetzt in der Türkei gesehen haben. Doch den Ort Kemer konnten wir nicht finden. Rund um die Marina ist alles irgendwie künstlich, sehr sauber und gepflegt, aber nicht wirklich lebendig. Ein riesiger Hotelkomplex reiht sich an den nächsten.

Wir verlassen diesen komfortabeln Ort und machen uns auf nach Antalya.

 

Dort möchten wir in den Stadthafen, falls wir einen Liegeplatz bekommen. Das ist fast so schwer , wie ein Lottogewinn, aber wir wollen es auf jeden Fall versuchen.
Der Wind spielt heute mit und wir kommen mit Johannes Lieblingsbesegelung und bis zu 6,5 Knoten zügig voran.

 

Am frühen Nachmittag melden wir uns per Funk bei der Marina und es ist , oh Wunder , noch ein Plätzchen frei.
Durch den Südwind hat sich inzwischen Welle aufgebaut und für müssen bei ziemlich viel Wind in eine ziemlich enge Einfahrt und in einen ziemlich kleinen Hafen.
 

 

Im Hafenbecken müssen wir erstmal eine Gulet und ein Ruderboot vorbeilassen, der Hafenmeister winkt schon. Auf die Frage Anker oder Mooring kommt “nur eine Leine”. So genau haben wir nicht verstanden was der Hafenmeister vorhat. Einen einzigen freien Platz sehen wir , zwischen Ausflugsdampfer und einem Motorboot, gerade mal so breit, dass Bacchus reinpasst. Als die Bahn endlich frei ist fährt Johannes zügig rückwärts , nach dem Motto Augen zu und durch. Die Leine habe ich inzwischen einem netten Türken auf dem Ausflugsdampfer übergeben und so parkt Johannes mit den bisher spektakulärsten Hafenmanöver Bacchus in die Lücke. Rechts und links packen weiter Helfer zu und so liegen wir in einem der schönsten Stadthäfen, ohne Anker oder Mooring: Festgemacht am Ausflugsdampfer und am Motorboot. Die übernehmen quasi die Aufgabe der Mooring.
Auf dem Motorboot wohnen drei junge Türken, abends kommen Freunde vorbei und bringen Essen mit. Wir werden gleich freundlich begrüßt, bekommen erstmal eine ordentliche Portion von dem leckeren Essen ab, wir revanchieren uns mit Rotwein aus Griechenland und der Abend trägt wieder mal zur Völkerverständigung bei.