Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 16.05.2019
Ortsname Venotene/ Insel Ventotene/ Italien
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 20 °C / 16 °C
Wind / Wellen / -

Unruhige Nacht im Hafen von Ventotene

Der Wind frischt in der Nacht auf und die immer höher werden Wellen stehen genau in die Einfahrt des Hafens. Die kleine Marina wird zum brodelten „Kochtopf“. Wir fĂŒhlen uns wie auf See, nur ohne Segelmanöver. Bacchus tanzt auf den Wellen und wird vom Schwell hin und her geschoben. Schlafen geht nur in der stabilen Seitenlage. Immer wieder geht Johannes raus und schaut nach dem Rechten. Auch diese Nacht geht vorbei und bei Sonnenaufgang sieht alles nicht mehr so heftig aus. WĂ€hrend des FrĂŒhstĂŒcks mĂŒssen wir unser Tassen festhalten, damit sie nicht vom Tisch rutschen. Das hatten wir zum letzten Mal auf Flores in der Ankerbuch

Landgang

Wir beschließen an Land zu gehen um uns die Zeit auf festem Boden zu vertreiben. Die Insel hat einen besonderen Charme. Einmal am Tag kommt die große AutofĂ€hre und es herrscht fĂŒr kurze Zeit eine gewisse Betriebsamkeit, der Höhepunkt des Tages. Autos und kleine Transporter werden ent- und beladen, Menschen steigen aus und ein, die LebensmittellĂ€den erhalten neue Ware, der MĂŒll wird abtransportiert. Die wichtigen AmtstrĂ€ger des Ortes begleiten und beobachten das Geschehen aufmerksam um anschließend wieder in trĂ€ges Nichtstun zu verfallen. Menschen und Autos verteilen sich ĂŒber die kleine Insel und eine halbe Stunde nach Abfahrt der FĂ€hre ist alles wieder entspannt und ruhig.

Am Nachmittag möchten wir die AusgrabungsstĂ€tten besuchen, doch das gelingt uns nur, indem wir ĂŒber ZĂ€une klettern und auf eigene Faust das GelĂ€nde erkunden. Alles ist etwas heruntergekommen und verwahrlost. Die Möwen betrachten das GelĂ€nde als ihres und fliegen Angriffsmanöver auf unsere Köpfe. Zum GlĂŒck bluffen sie nur.

Im Laufe des Tages dreht der Wind und die Wellen beruhigen sich. Wir kehren aufs Schiff zurĂŒck.