Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 22.04.2009
Ortsname Ayamonte/Spanien
Kurs -95 °/kn
Ziel Bonanza/Guadalquivir
Luft / Wasser 19 °C / 16 °C
Wind / Wellen 16 Kn / -0,50

Einfahrt bei Nacht

Unser Plan heute bis Mazagon zu segeln, ändert wir kurzerhand um und segeln bis zur Mündung des Rio Guadalquvir. Das ist zwar doppelt so weit, ca. 70 Seemeilen, aber nachdem wir endlich mit 5,5 Knoten Fahrt unterwegs sind möchten wir nicht schon mittags an der Ankerstelle sein.
Nun werden wir die Einfahrt in den Fluss allerdings im Dunklen anlaufen müssen. Je näher die beiden Einfahrtonnen kommen, desto mehr macht sich die Anspannung breit.
Der Ausdruck, mir schlottern die Knie, teils wegen Kälte, aber sicher auch wegen der Anspannung, habe ich nun selbst erfahren.
Im Dunklen wirkt das Meer so viel bedrohlicher als bei Sonnenschein.

Kurz nach Sonnengang näheren wir uns den roten und grünen Tonnen, die die Einfahrt in den Tonnestrich markieren.
Ein riesiger Frachter kommt uns entgegen, der mit der letzten auslaufenden Flut in den Atlantik steuert.
Wir motoren nun von Tonne zu Tonne und die Aufregung fällt ab, alles nicht so schwierig. Mann kann die grünen und roten Lichter gut erkennen und die Wassertiefe ist satt ausreichend.
Nach einer Stunde sind wir im Rio Guadalquvir und steuern den in der Karte ausgewiesen Ankerplatz gegen über dem Ort Bonanza an.
Anker fällt um 23:00 Ortszeit.