Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 23.04.2019
Ortsname Termini Imerese/ Sizilien/ Italien
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 24 °C / 17 °C
Wind / Wellen / -

Ankunft in Termini Imerese

Alles easy- oder doch nicht?

Unsere Abflugzeit ist von der Fluggesellschaft von angenehmer Nachmittagszeit auf fr├╝he 6:30 am Morgen verlegt worden. Hat allerdings den Vorteil, dass wir auch zeitig am Stellplatz von Bacchus sind und heute Nachmittag ins Wasser k├Ânnen. Alles ist organisiert und abgesprochen nun muss nur noch der Wind mitspielen. Norbert hat sich gestern schon gemeldet und uns angeboten auf der Akita zu ├╝bernachten, die liegt seit ca. 2 Wochen auch in der Marina in Termini Imerese, da gestern und auch heute starker Wind aus S├╝d weht und es sein kann, dass Bacchus nicht gekrahnt werden kann.
Die Reise nach Palermo und weiter nach Termini Imerese klappt wie am Schn├╝rchen und kurz nach 12:00 sind wir am Hardstand. Doch wir trauen unseren Augen nicht, da liegt eine ca. 50 Fu├č lange Segelyacht auf der Seite, umgeweht von den Orkanb├Âen gestern. Die Mitarbeiter sind noch sichtlich geschockt und versuchen den Schaden einzusch├Ątzen und den ausgelaufenen Diesel zu beseitigen. Schnell wird uns klar, hier kann im Moment gar nichts Wasser gelassen werden. Die Yacht liegt quer mitten auf dem Gel├Ąnde und blockiert die Ausfahrt. Und nichts deutet darauf hin, dass dieser Zustand schnell behoben wird.

Obwohl wir angek├╝ndigt sind und auch schon mit Guiseppe telefoniert haben h├Ąlt es keiner f├╝r n├Âtig uns zu informieren. Wir machen uns auf den Weg ins Marinab├╝ro und nach energischem Nachfragen meint Ignatius Artese, der Manager der Marina, am Freitag kommen wir ins Wasser.
Wir sind skeptisch, doch was bleibt uns ├╝brig, als zu hoffen.
Gl├╝cklicherweise haben wir das Angebot von Ulli und Norbert auf der Akita zu wohnen bis Bacchus im Wasser ist.

Wir packen das Wichtigste ein und machen uns auf den Weg zur Akita. Auch die hat einiges von dem Starkwind abbekommen. Die Festmacher sind gerissen und sie ist abgetrieben, in Richtung eines gro├čen Motorbootes und von den Marinamitarbeitern im letzten Moment eingefangen worden bevor wirklich schlimmeres passiert ist. Nun ist sie total verdreckt und von der fliegenden Gischt komplett eingesalzen. Der Dingimotor ist abgerissen und die Reling etwas verbogen. Echt Gl├╝ck gehabt.

Nach einigen Telefonaten mit Norbert, sind wir in die Geheimnisse der Akita eingeweiht und richten uns ein.
Toll, das wir nun eine neue Bleibe habe.