Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 25.09.2006
Ortsname Kapi Creek
Kurs - °/kn
Ziel Olu Denis
Luft / Wasser 24 °C / 27 °C
Wind / Wellen NE 4-5 / -

Olu Denis

Die Sonne scheint wieder. Bacchus ist nach dem Regen so sauber als wäre er durch eine Waschanlage mit Hochdruckreiniger gefahren. Das freut besonders Johannes: Die ganze Salz-Dreckschicht auf Stagen und Wanten ist endlich ab, das laufende Gut sieht wieder aus wie neu.

Wir gehen noch kurz an Land bevor wie weiter Richtung Süden wollen. Wir müssen uns die Beine etwas vertreten.
Wir stoßen bei unserem Gang durch wildes Gelände auf einen phantastischen Platz.
Auf einem kleinen Plateau steht ein alter Tisch mit Stuhl mutterseelenallein in der Landschaft.
Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über den Golf.

 

Plötzlich taucht ein Mann auf, den wir schon einige Male auf seinem Fischerboote gesehen haben. Es stellt sich heraus, das er der Imam dieser Gegend mit ca. 40 Einwohnern ist. Er wohnt hier ziemlich einsam und sehr bescheiden mitten in der Wildnis und lädt uns zu einem Tee ein. Bei der Gelegenheit erfahren wir, dass vor 2 Tagen der Ramadan begonnen hat und nun alle Gläubigen 29 Tage lang nichts essen und trinken dürfen. Erst nach Sonnenuntergang ist das wieder erlaubt.

 

Karacaören

Gegen Mittag machen wir uns auf den weg nach Olu Denis, eine der wenigen Ankerbuchten auf dem weg nach Süden. Hört sich im Revierführer ganz gut an. Sobald wir aus der Abdeckung des Golfes von Fethiye raus sind haben wir ordentlich Wind und Welle. Nach den ruhigen Tagen im Golf geht es nun wieder etwas ruppiger zu. Wir kommen gut voran und erreichen die Bucht Olu Denis. Wir ankern vor der Insel Gemiler Adasi auf 20 Meter Tiefe direkt vor einer Ruinenstadt.
Nun stärken uns erstmal mit einem Käsefladen, den wir bei einem fahrenden Imbissboot kaufen

 

Leider hält unser Anker nicht . Wir Motoren in die nächste Bucht Karacaören da dort das Wasser nicht so tief ist. Doch leider ist Ankern hier sehr eingeschränkt da ein ziemlich unsympathischer Restaurantbesitzer mit einer Kette und daran befestigten Mooringleinen die Bucht quasi abgesperrt hat. An den Moorings hängen bis auf wenige Ausnahmen Charterschiffe von der Firma Sunsail und andere Schiffe werden per Motorboot angewiesen vor der Bucht zu ankern. Ein uns bis dato völlig untürkisches Verhalten
Da es keine vernünftige Alternative gibt ankern wir vor der Bucht und können einen Besuch hier nicht empfehlen.