Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 27.04.2008
Ortsname Vittoriosa/ Malta
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 21 °C / °C
Wind / Wellen / -

Valletta

Erwartungsvoll machen wir uns auf nach Valletta.
Die Marina „Grand Harbour“ liegt genau gegenĂŒber von Valletta. Übers Wasser in nur einige Minuten mit dem Boot zu erreichen, ĂŒber Land ca. 20 Minuten mit dem fĂŒr Malta typischen Bussen. Wir nehmen den Bus.

Valletta ist wie auch Vittoriosa, stark von den Johannitern geprĂ€gt. Beide Festungen sind errichtet worden um sich die TĂŒrken ab 1530 vom Leib zuhalten. Bei der großen Schlacht 1565 ist das auch gelungen und der Sieg ĂŒber die TĂŒrken zĂ€hlt heute noch zu besonders herausragenden Siegen der Kreuzritter.
Hinter den mĂ€chtigen Festungsmauern prĂ€gen Kirchen und PalĂ€ste das Straßenbild

Es wird erzĂ€hlt, dass an KirchtĂŒrmen, die mehrere Uhren haben, eine entweder immer steht oder zur falschen Stunde schlĂ€gt. Damit will man angeblich den Teufel verwirren

Wir schauen uns im Grandmasters Palast, das war der Sitz des Oberhaupts der Johanniter, die beeindruckende Waffensammlung an. Hier kann man chronologisch die Weiterentwicklung von RĂŒstungen und Schusswaffen anschauen. Wir haben noch nie so viele komplett erhaltene und prachtvolle RĂŒstungen gesehen. Das sie der jeweiligen Mode angepasst wurden und teilweise, je nach Geldbeutel und Stand des TrĂ€gers, sehr aufwendig mit Gold und SchmuckbĂ€ndern verziert wurden, ist uns neu. Es gab aber auch die in Massen produzierten RĂŒstungen fĂŒrs Fußvolk. Entstand schon im 16.Jh. der Begriff „RĂŒstungsindustrie“?

Neben der Verteidigung des Christentums als Kreuzritter bestand die zweite Aufgabe der Johanniter in der Krankenpflege. Damals gab es auf Malta lange Zeit die grĂ¶ĂŸten KrankenhĂ€user. Bis 700 Personen konnten hier untergebracht werden und das in Einzelbetten.

ZurĂŒck geht’s mit dem Taxiboot, die erinnern ein bisschen an die Gondeln in Venedig. Nur werden sie heute nicht mehr gerudert sondern mit einem Außenborder angetrieben