Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 27.05.2009
Ortsname Olhao
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 26 °C / 20 °C
Wind / Wellen E / -

Warten

Beim Dingimotor ist nur eine Dichtung defekt. Bis Freitag soll das Ersatzteil da sein und abends können wir den Motor wieder abholen. Solange warten wir in Olhao vor Anker.

Mit Badesachen bepackt tuckern wir heute mit der CulatrafÀhre zur Insel, und legen uns an den Strand.
Es macht uns immer wieder Spaß mit der kleinen, schrabbeligen FĂ€hre zu fahren. SchĂŒler und BeruftĂ€tige kehren nach hause zurĂŒck, vielleicht wurde der ein oder andere Arzt- oder Behördenbesuch erledigt. EinkĂ€ufe sind am Festland getĂ€tigt worden und die werden nun in Taschen, Kisten, RucksĂ€cken und TĂŒten auf die kleine Insel transportiert. Ankommende werden mit viel Hallo gegrĂŒĂŸt, Abreisende gedrĂŒckt und geherzt. An den Haltestellen, hier sind es zwei, werden Neuigkeiten ausgetauscht und es herrscht großes Palaver am Steg. Und dazwischen die Sonnenhungrigen, die nur zum Baden auf die kleine Insel fahren.
Alltag fĂŒr die Menschen hier, fĂŒr uns immer was zu gucken.

WĂ€hrend wir in der Strandbude auf die letzte FĂ€hre warten, taucht Ekki auf um ein Bierchen zu trinken. Er erzĂ€hlt von neuen Baustellen an seinem Trimaran und das der angestrebte Termin der Abreise aus „Parca Larga“ wohl nicht zu halten ist.

 

In Olhao sind wir inzwischen ein Teil der keinen Seglergemeinde. Bei den wenigen Booten, die sich hier in der Gegend aufhalten, kennt mal bald alle mehr oder weniger gut. So wie Dirk, der auf seine Berliner Freundin wartet, und mit dem wir eine ungewollte Begegnung hatten, als unser Anker bei einer Windböe auf Slip ging, oder Uwe aus Berlin, unterwegs mit einen soliden kleinen Stahlboot, der immer weiter will. Oder Keeth, der HollÀnder, der mit seiner Frau schon seit Jahren hier auf dem Schiff lebt und quasi eingemeindet ist. Er liegt im Moment im Fischerhafen und bekommt oft etwas von FÀngen ab, soviel, dass er sie weiterverschenkt