Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 28.04.2008
Ortsname Vittoriosa/ Malta
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 22 °C / 17 °C
Wind / Wellen / -

 

Den Tag heute verbringen wir in Vittoriosa. Der Ost gefĂ€llt uns zunehmend besser. GegenĂŒber Valletta geht es hier noch ruhig und gemĂ€chlich zu. Wir erfahren, dass jedoch gerade ein ziemlich starker Wandel von statten geht. Durch den geplanten, teilweise schon realisierten Ausbau der Marina zu einem Luxustreffpunkt fĂŒr die „Reichen und Schönen“ verĂ€ndert sich langsam der Charakter des Ortes. Ehemals ein Wohngebiet fĂŒr Fischer und Arbeiter eher unbeliebt, werden hier nun Apartments zu horrenden Preisen gebaut. Immer weniger einheimische Fischerboote liegen im Hafenbecken. Sie mĂŒssen den Platz fĂŒr Megajachten freimachen. Schummi und Bill Gates sind hier schon gesichtet worden.

 

Aber noch ist es eine Freude in den kleinen GeschĂ€ften einzukaufen. Besonders gut hat uns der einzige BĂ€cker im Ort gefallen. In einem uralten holzbefeuerten Steinofen backt er tĂ€glich Unmengen von Brot, unter anderem „Maltabrot“ und das schmeckt hervorragend.

 

 

AllgegenwÀrtig ist das Christentum. Hier herrscht eine unglaubliche Dichte an Kirchen und Kapellen

Wir fallen praktisch in die Kirche Saint Lawrence, die bis 1571 Ordenskirche der Ritter war. Heute ist sie Pfarrkirche von Vittoriosa

93 % der Malteser sind katholisch. Viele HĂ€user sind mit kleinen Heiligendarstellungen verziert

 

In der angrenzenden Bucht, keine 500 Meter entfernt, gehen die Uhren noch anders.
Hier liegen unzÀhlige buntbemalte Fischerbötchen

Pferde werden zum weiden ins Meer gestellt, sie fressen den Bewuchs von den Mauern

MĂ€nner spielen ein Spiel das Bocci heißt. Sie werfen nicht mit Kugeln, sondern mit zylindrischen Spielsteinen