Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 29.06.2006
Ortsname
Kurs - °/kn
Ziel Meganision
Luft / Wasser °C / °C
Wind / Wellen / -

Ithaka

Wir uebernachten in der Bucht Vathy auf der Insel Meganision. Er ist super heiss und wir
koennen gar nicht so oft genug ins Wasser springen um uns abzukuehlen. Abends in einer Taverne erfahren wir
dann, dass zur Zeit eine Hitzewelle ueber dem Ionischen Meer liegt und Temperaturen um 39° auch hier um die
Jahreszeit nicht ueblich sind. Das beruhigt uns dann doch. Wir koennten uns einfach nicht vorstellen, dass es noch viel
waermer werden koennte.
Gestern hing unsere Genuarollanlage fest, sie liess sich nicht mehr eindrehen. Wir sind so lange im Kreis gefahren,
bis sie unter Anwendung von Gewalt endlich eingerollt war. Johannes hat eine neue Holeleine eingezogen und nun
laeuft sie wieder wie geschmiert.
Naechste Baustelle ist wohl die Wasserpumpe. Sie ist scheinbar verdreckt und braucht einen neuen
Filter. Den muessen wir allerdings erst noch kaufen.

 

Wir erreichen Ithaka am fruehen Nachmittag. Hier soll Odysseus gelebt haben. Inzwischen beansprucht auch Lefaks
diesen Titel. Ein deutscher Forscher, Doerpfeld, glaubt genug Hinweise gefunden zu haben, dass es sich bei Lefkas
um das homerische Ithaka handelt.
Uns ist es egal ,auch hier sind die Buchten und Orte wunderschoen. Auch wenn das schwere Erdbeben von 1953 hier
seine Verwuestungen angerichtet hat. Fast alle Orte auf den Ionischen Inseln waren vor dem Erdbeben im venezianischen
Baustil und sehr “italienisch”. Leider ist davon nicht mehr viel uebrig geblieben, doch auch so haben die kleinen
Orte ihren Reiz.
Wir uebernachten in einer Bucht vor der kleinen Hafenstadt Phrikes und legen neben dem Anker noch eine “ Landleine “ zu einer aufgegebenen Fischerplattform. Da wir nicht 100% wissen ,ob der Anker haelt, die Bucht ist so eng, da konnten wir das mit Rueckwaertsfahren nicht ausreichend testen, und auch nicht wissen wie dieser ausrangierte Schwimmponton befestigt ist hofften wir auf wenig Wind in der Nacht.
Um 24: 00 alarmierte uns der Ankeralarm zum ersten mal. Der Wind hatte um 180° gedreht und aufgefrischt. Nun lagen wir mit dem Heck zum Land. Falls wir nun treiben wuerden, die Plattform hinter uns her schleppend, waere keine Land im Weg. Also Ankeralarm neu eingestellt und weiterschlafen.
Morgens alles o.k. Wind weg, Bacchus noch an seiner alten Stelle.