Tagebuch der SY Bacchus

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Datum 30.04.2007
Ortsname Göreme/Türkei
Kurs - °/kn
Ziel
Luft / Wasser 18 °C / °C
Wind / Wellen / -

Im Märchen- und Feenland

Wir steigen um 7:00 etwas gerädert und unausgeschlafen in Göreme aus und suchen erstmal hier eine Bleibe. Uns gefällt der kleine verschlafene Ort. Trubel gibt es noch keinen, wahrscheinlich ist es noch zu früh.
Die Landschaft ist unbeschreiblich schön und zieht und sofort in ihren Bann. Rundherum schaut man auf die skurrilsten Felsformationen, eine Mischung aus Zwergen- und Feenland.

 

Wir finden Unterkunft in der „Pension Köse“, ein typisches Backpacker Quartier, preiswert, sehr einfach aber mit Heizung und ein bisschen alternativ. Eine Heizung ist wichtig denn hier ist es noch ziemlich frisch.
Eine Schottin ist hier vor 25 Jahren hängen beblieben und betreibt seitdem diese Pension. Die unterschiedlichten Leute übernachten hier, z.B. Patrik 33 Jahre alt und Physiotherapeut aus Leipzig, der Wohnung und Beruf gekündigt hat und nun von Leipzig aus bis nach Indien radelt mit 40 Kg Gepäck
Gegessen wir gemeinsam am großen Tisch und die Stimmung ist gut.

 

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Oper Air Museum in Göreme, heute Weltkulturerbe, hier kann man die besterhalten Felsenkirchen von ganz Kappadokien finden. Teilweise mit gut erhaltenen Fresken

 

In diesem Tal suchten die Christen Schutz vor den Arabern und nannten es „ Göremi“, was soviel heißt wie: „ Du siehst mich nicht“, heute zu Göreme geworden. Zwischen dem sechsten und neunten Jahrhundert war Göreme eins der großen Zentren des Christentums
Heute leben die ca. 2000 Einwohner vom Tourismus und mitten zwischen Tuffsteinfelsen, Feenkaminen und Felsenwohnungen. Wir laufen den ganzen Tag mit Boah, Wow und toll durch die Gegend und können ungestört in den alten, verlassenen Felsenbehausungen rumklettern
 

 

Den Tag beschließen wir mit einer Wanderung durch das Zemi Tal. Wieder mit beeindruckenden Ausblicken
Beim gemeinsamen Abendessen kommen wir zu den Schluss: Diese Landschaft kann man nicht beschreiben, die muss man mit eigenen Augen sehen.