Wetter über direkten Internetzugang

Wetter an Bord ist auch in der Zeit des Internets immer noch ein vertracktes Thema. Im Laufe der letzten Jahre haben wir einige Systeme selbst erprobt und uns mit einigen Varianten intensiver Beschäftigt. Wir haben uns letztendlich 2012 fuer die Installation einer Amateufunkstation mit Pactor Modem entschlossen.

In den ersten Jahren segelten wir immer (bis auf wenige Ausnahmen) in Küstennähe. Die Wetterinformationen sind unter diesen Bedingungen relativ einfach zu Beschaffen. Am einfachsten und schnellsten über das Internet. Zugang zum Internet bieten heute viele Marinas. Manchmal kostenfrei, in der Mehrzahl mit Gebühren. Die von verschiedenen Servern bereitgestellten Informationen sind oft von guter Qualität.
So werden z.B. Vom DWD eine Vielzahl von Seewetterdaten in aufbereiteter Qualität für den gesamten europäischen Raum (Ost- Nordsee, Atlantik, Mittelmeer) kostenlos zur Verfügung gestellt unter:
www.dwd.de. Man findet die spezifischen Seewetterinformationen unter dem Link „spezielle Nutzer“, „Seewetter“, „Seewetter aktuell“.

Im Mittelmeer gibt es darüber hinaus die Wetterdienste zB. für griechische und türkische Gewässer:
www.poseidon.hcmr.gr und www.meteor.gov.tr/en-US/marine-daily-report.aspx

Weltweite Wetterdaten stellen z.B. die folgenden Internetseiten kostenlos zur Verfügung:
www.passageweather.com und www.ugrib.us

hilfreich auch die Seite des National Weather Service der USA

http://www.opc.ncep.noaa.gov/

Erläuterung zum Empfang von Gribfiles via Mail erhält man wie folgt:
http://weather.noaa.gov/pub/fax/robots.txt

Offshore Internetzugang

Wetter mit Pactor

Seit 2012 haben wir eine Amateurfunkanlage an Bord. Sie besteht aus einem Icom Transceiver, einem Pactor Modem und einem passenden automatischen Antennentuner.
Es gab einige Anfangsprobleme mit Hochfrequenzeinstreuung in die USB Schnittstelle. Diese sind heute weitgehend beseitigt, ein Download ueber einige Minuten ist ohne Unterbrechung moeglich.
Wenn man bereit ist die Amateufunkpruefung abzulegen hat man zwei Vorteile. Man kommt mit der doch relativ komplexen Technik besser klar und man hat eine eigenes Rufzeichen. Damit kann man kostenfrei die aktuellen Wetterdaten (Grib Files) downloaden, Mails senden und empfangen und ab und an auf den entsprechenden Frequenzen mit anderen Funkamateuren in Kontakt treten.

Um Wetterinformationen über Satelliten zu erhalten braucht man eine Datenquelle die per Mail erreichbar ist. Unter folgendem Link findet man eine Beschreibung wie man weltweit Windvorhersagen für den individuellen Standort erhält. Die Quelle ist für die Kommunikation mit Satellitentelefon bzw. Funkgeräten optimiert, die Gribfiles lassen sich nach dem entpacken direkt in z.B. in MaxSea darstellen:

http://www.globalmarinenet.net/publications/grib.txt und http://weather.noaa.gov/pub/fax/robots.txt

Wer auf teure Amateurfunkausstattung bzw. SatHandy verzichten will und dennoch Offshore Wetterinformationen und Mail senden und empfangen will findet unter dieser Adresse eine m.E. bezahlbare und brauchbare Lösung:

http://www.skymate.com/products.html

die Reichweite bzw. Abdeckung dieser Lösung findet man unter:

http://www.skymate.com/coverage_map.html

Das Invest für diese Technologie liegt bei ca. 1000 € für den Tranceiver und monatlichen Gebühren von ca. 15€.

Der folgende Link gibt einen Überblick über verschiedene Kommunikationsstrategien im Offshorebereich:

www.techyacht.com/ThreeApproaches.pdf