Tour über Marineo, durch den Bosco delle Ficuzza nach Corleone
Knapp 65 Km sind es bis Corleone. Die ersten 20 Km können wir über die Autobahn zurücklege, dann geht es in die Berge und die Straßen werden kurvig und eng.
Als wir den Ort Marineo erreichen brauchen wir eine kleine Pause. Marineo ist ein typisch, italienischer Ort und es würde mit den Teufel zugehen, wenn es hier nicht etwas zu entdecken gäbe. Uns so ist! Nachdem wir für „Bakkie“ endlich einen Parkplatz gefunden haben, oft kein leichtes Unterfangen in den engen Gässchen, machen wir uns zu Fuß auf den Weg. Ein kleines Hinweisschild „Castell“ und wir folgen. Wir finden das kürzlich renovierte, wunderschön gelegene Castell Beccadelli Bologna. In den großzügigen Räumen sind die Funde einer Ausgrabung in der Nähe untergebracht.
"Bosco delle Ficuzza“
Hier beginnt das Naturschutzgebiet „ Bosco delle Ficuzza“ und wir durchqueren das größte, zusammenhängende Waldgebiet auf Sizilien, quasi die grüne Lunge der Insel. Wir fahren über enge Schotterpisten und sind total alleine. Im Winter entstehen einige spektakuläre Wasserfälle und Regenwasser gefüllten Canyons.
Mitten in dem Wald liegt das Jagdschloss von Ferdinand III gebaut 18. Jahrhunderts. Der Ort um das Schlösschen liegt im Dornröschenschlaf, vielleicht liegt es allerdings auch an der Tageszeit, dass ein Mensch ist auf den Straße ist.
Wir fahren weiter nach Corleone.
Corleone: Ein Angebot, dass man nicht ablehen kann?
Corleone liegt in imposant an einem Berghang umgeben von einer sanft geschwungenen Landschaft in verschieden Brauntönen. Die Getreidefelder sind abgeerntet und die Felder teilweise gepflügt. Die Menschen leben hier von der Landwirtschaft.
In Corleone gibt es seit einigen Jahren ein gut ausgestattetes Museum gegen die Mafia. Viele der verbrechen der Mafia sind hier dokumentiert.
Die Stadt war Jahrhunderte lang eine Bastion der Mafia. Viele Mafiabosse kommen aus Corleone und die Filme „Der Pate“ haben den Namen Corleone weltbekannt gemacht.
Heute ist Corleone ein etwas runtergekommener Ort mit engen Gassen und vielen baufälligen Gebäuden.
Wir trinken vor der Satdverwaltung im „Café Central“ unseren Espresso und lesen einige aktuelle Artikel über den fast aussichtslosen Kampf gegen die Mafia.
Nachdenklich treten wir die Heimfahrt an.