Morgends kehren die Fischer zurück und entladen ihren Fang.
Wir starten mit der aufgehenden Sonne Richtung Sidi Youssef auf der Insel Kerkennah. 50 Seemeilen liegen vor uns.
Es wird eine spannende Tour, da wir fast die ganze Strecke in sehr flachem Wasser zurücklegen und uns streng an die betonnte Strecke halten müssen.
Aber um 17:00 erreichen wir den Fischerhafen ohne besondere Schwierigkeiten, im Hafenführer als schön und ruhig beschrieben. Aber der Liegeplatz stellt sich als der schrecklichste auf unserer gesamten bisherigen Reise heraus. Ein Steg ist völlig weg gebrochen, der zweite in einem desolaten Zustand. Breite rostige Eisenträger ragen nach allen Seiten hervor. Das Heck von Bacchus liegt in etwa einen Meter Entfernung davon. Neben uns wieder ein „Kakerlakenkahn“, nur über ihn kommen wir nach einer Klettertour über die Eisenträger und den nur noch teilweise bestehenden Steg an Land. Es stinkt und ist dreckig. Dazu kommt noch ein Tidenhub von ca. einem Meter.
Als Krönung des Abends wird auch noch ein ca. 15 Meter langer, toter Wal in den Hafen geschleppt. Wir können nicht genau herausfinden wie das arme Tier gestorben ist. Wahrscheinlich ist er in das flache Wasser geraten und konnte nicht mehr fort. Wir können gar nicht glauben, dass es hier im Mittelmeer überhaupt Wale gibt. Es ist schon sehr traurig ein so beeindruckendes Tier tot im Hafenbecken zu sehen. Alle Bemühungen, das große Tier auf einen Tieflader zu heben scheitern
So bleibt er über Nacht im Wasser liegen und der Gestank ist fast unerträglich. Eigentlich wollten wir hier zwei Nächte bleiben, aber morgen geht es nix wie weg hier.