Ferragudo
In unserem Revierführer aus dem Jahr 2000 steht zu dem Oertchen „Ferragudo“:
„Möchte man aber ein völlig ursprüngliches und unverfälschtes portugiesisches Fischerdorf ansehen, empfiehlt sich hierfür Ferragudo, das sich nahe der Hafeneinfahrt auf der Steuerbordseite befindet, und einen netten Ankerplatz bereithält. Kleiner, besc
haulicher und sehr ursprünglicher Ort.“
Von dem kleinen, ursprünglichen Ort ist nicht viel übrig. Ein Restaurant reiht sich ans Nächste, billige Andenkenläden liegen rechts und links der kleinen Gassen. Rund um das ehemalige winzige Fischerdorf sind im Laufe der letzten Jahre unzählige Feriensiedlungen, Ferienhäuser und Villen entstanden. Viele stehen leer und sind ungepflegt und teilweise verwahrlost. Baulöwen und Profitgier haben dem Ort den Gar ausgemacht.
Der kleine Strand ist nicht sehr einladend, das Fort de Sao Joan in Privatbesitz und kann nicht besucht werden.
Der Ankerplatz ist inzwischen mit vielen Bojen für kleine Motorboote blockiert und so ankern die Segelschiffe auf 10 Meter Wassertiefe direkt neben dem Fahrwasser der Berufsschifffahrt. Sicher ist dieser Ankerplatz, nach Aussage eines Marinemitarbeiters, nur bis ca. Windstärke 18-20 Knoten. Danach besteht Gefahr, dass die Anker auf Slip gehen.
Alternative ist der Ankerplatz vor dem großen Strand, allerdings ist dort viel mehr Schwell