Mit Sergio unterwegs
Heute ist Feiertag auf den Azoren. Zeit für einen Ausflug. Auch wir machen uns auf den Weg nachdem wir den Einkauf und die Vorbereitungen für den Tripp nach Flores auf morgen vormittag verschoben haben.
Unser grobes Ziel; die Südostspitze der Insel. Erste Etappe ist der Flughafen. Den schauen wir uns kurz an. Er ist klein und erinnert eher an einen Busbahnhof. Nur der Tower ist wirklich beeindruckend, sieht aus wie ein gerade gelandetes UFO.
Weiter geht es nach Vila de Calheta, ein langweiliger, heißer Ort.
Dann pickt Sergio uns auf. Er fährt mit uns in die Fajà Sao Joan um dort zu schwimmen. Passt uns gut, inzwischen ist es sehr warm geworden und eine Abkühlung am kleinen schwarzen Sandstrand kommt wie gerufen. Dieser Sandstrand hat wie viele andere Strände auf den Azoren die Eigenschaft im Winter zu verschwinden. Diese Jahr ist noch ein kleiner Strand übrig, nächstes Jahr rechnet man mit der vollständigen Abwesenheit für ein bis zwei Jahre
Das besondere an dem idyllischen Fleckchen Erde ist der Bach der einige Meter weiter ins Meer fließt. Dort kann man sich in kühlem Süßwasser vom Salz befreien. Das kommt paradiesischen Zuständen schon sehr nahe. Ein traditionelle Wassermühle läuft unermüdlich vor sich hin und bewässert unter anderem die Felder im Umkreis
Inzwischen hat Sergio uns erzählt, dass er mit seinem Team Brunnen auf den Azoren bohrt. Trinkwasser sei hier knapp. Wir können es kaum glauben. Noch ein Kaffee in der einzigen Bar und er fährt mit uns zur Bohrstelle.
Wir stellen fest, dass Brunnen bohren ein sehr harter Job ist. 240 Meter muss der Diamantbohrkopf durch den extrem harten Felsen bis er auf Süßwasser stößt. Er schafft nur einen Meter pro Tag. 140 Meter sind geschafft. Immer wieder gibt es Probleme mit dem Bohrkopf und alles muss wieder raus um den Bohrkopf zu reparieren. Eine echt schwere, gefährliche Arbeit. Sergio schaut kurz nach dem Rechten und setzt uns anschließend in Velas ab. Ein interessanter Tag.