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Vila do Porto/Santa Maria/Azores 24 °C 23 °C

Santa Maria

Beim Aufwachen blitze blauer Himmel. Wir haben geschlafen wir die Toten und fühlen uns großartig.
Die Formalitäten sind schnell erledig. Auf den Azoren muss man, wie auch auf Madeira, offiziell einklarieren. Alle sind sehr freundlich. Die Stege sind fast neu und die Marina noch eine große Baustelle. Wird bestimmt mal ein kleines Schmuckstück. Im Moment ist sie leider wegen Baulärm nicht ganz so gemütlich. Das stört uns aber nicht. Wir finden es herrlich. Die Insel ist grün und stellenweise dicht bewaldet. Das Klima ist angenehm.
Nun Schiff entsalzen und aufräumen,

dann wollen wir den Hügel hoch nach Vila do Porto uns einen ersten Überblick verschaffen und Brot, Obst und Gemüse einkaufen.

Azores

Santa Maria ist die südlichste als auch östlichste Azoreninsel und dem europäischen Festland am nächsten. So wurde sie auch kurz nach ihrer Entdeckung 1427 von Portugiesen besiedelt. Santa Maria hatte wie die anderen Azoreninseln auch, keine eigene Bevölkerung.
Insgesamt besteht das Azoren Archipel aus 9 Inseln und angeblich sollen sie die Reste des untergegangen Atlantis sein.
Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs und täglich werden leichte Eruptionen gemessen.
Der letzte schwere Ausbruch fand auf Faial 1957 statt.
Die Landschaft ist schroff mit ihren Kegeln, Lavafeldern und heißen Quellen. Die Erde ist fruchtbar und durch das milde, ausgeglichene Klima, die Temperaturen bewegen sich zwischen 14° und 22° im Durchschnitt. Die Inseln sind sattgrün, eine Mischung aus Südsee, Eifel und Irland. Der höchste Berg Portugals, der Ponta do Pico, befindet sich auf der Insel Pico und ist 2351 Meter hoch.

Vila do Porto

Nach kurzem Fußmarsch erreichen wir den Ort Vila do Porto, einzige Stadt auf Santa Maria. Das „Forte de San Bras“ schützte die Insel vor den zahlreichen Piratenangriffen. Das bekam auch Kolumbus und seine Besatzung 1493 zu spüren, als sie nach erfolgreicher Rückreise aus der neuen Welt von den Bewohnern für Piraten gehalten wurden und ihnen der Landfall verwehrt wurde.
Massentourismus findet hier nicht statt. Auffallend ist, dass der Ort fast ausschließlich aus alter Bebauung besteht, einige Häuser stehen leer aber es wird eifrig restauriert. Das liegt auch daran, dass viele Bewohner nach Kanada und Amerika ausgewandert sind und nun die alten Häuser wieder instand setzen.

Vila do Port hat eine historischen Ausstrahlung, ist aber nicht altbacken, sondern lebendig und einnehmend.

Auf dem Rückweg zur Marina
begegnen wir dem ursprünglichen Inselleben. Früher lebte man hier ausschließlich von Landwirtschaft und Fischfang.
Noch heute werden einige der Milchkühe mit Agavenblättern beigefüttert, die mühsam auf Eselsrücken herangeschafft werden.