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Bagnara Calabra/ Italien 29 °C 20 °C keiner

Scilla und die Straße von Messina

Früh verlassen wir den doch sehr gewöhnungsbedürftigen Ort. Der Hafen ist ziemlich verdreckt,
überall türmen sich Müll und Schrott von ausrangierten Booten und Ersatzteilen. Es herrscht ein totales Durcheinander. Ein Porto Touristico ist das schon lange nicht mehr. Wir können nicht verstehen, warum es hier so verwahrlost ist. Den der Fischereibetrieb ist sehr emsig. In der Nacht laufen immer wieder Trawler ein und aus und sehr früh am Morgen starten die Schwertfischboote.

Scilla liegt direkt an der Straße von Messina und heute können wir die schmale Durchfahrt auch sehen. Gestern war sie gespenstig im Dunst verborgen. Die von Homer beschriebenen Strudel gibt es nicht mehr. Seit einem Erdbeben hat sich der Meeresgrund in der Straße von Messina verändert und damit auch die Strudel. Sie sind nur noch als harmlose Veränderungen der Wasseroberfläche zu beobachten.
Da es immer noch sehr ruhig ist, ankern wir vor der Altstadt von Scilla. Mit den Dingi geht es zur ersten Erkundung.

Wieder schlendern wir durch schmale Gässchen und Treppen den Berg hoch.Über dem Ort thront das Kastell der Familie Ruffo, die lange Zeit über die Stadt herrschte. Der Sage nach lebten hier an der Einfahrt zur Straße von Messina das Ungeheur Scilla und auf der gegenüberliegenden Seite Charybdis. Beide machten es den Seefahrern schwer, die Straße zu passieren.