Die ruppige Reise nach ibiza
Wir sind voller Erwartung auf den ersten Schlag der Saison 2017, der mit über 80 Seemeilen ziemlich ambitioniert ist.
Eine leichet Aufregung vor dem Törn lässt uns schlecht schlafen und so stehen wir schon um 03.00 Uhr auf und verlassen die Marina von Valencia bei leuchtendem Halbmond entspannt Richtung Osten.
Kurz nach der Ausfahrt legt der Wind los und die Altwelle vom Vortag schaukelt uns ordentlich durch. Wir kommen sehr zügig voran aber es ist eine sehr ruppige Überfahrt. Und natürlich werde ich seekrank…ausgenockt, kein Kommentar…
Johannes schreibt:
Wie so oft im Mittelmeer ist die Windvorhersage mit Vorsicht zu genießen. Statt der angesagten 15-25 Knoten haben wir einen böigen, achterlichen Wind mit 10-33 Knoten. Eine relativ steile Welle schiebt Bacchus ganz ordentlich und das Boot rollt ziemlich heftig.Der grosse Blister wird gegen Mittag durch Genua und Fock ausgetauscht und da Angelika total ausgenockt ist muß ich alle Segelwechsel alleine bewältigen. Kurz vor Ibiza haben wir dann einen schönen am Wind Kurs, mit Fock- Groß und Besansegel machen wir dann auch an die 7 Knoten Fahrt.
Alle Segel, von Starkwindfock bis Blister, waren heute mindesten einmal im Einsatz und ich habe total weiche Beine vom Dauereinsatz. Beim Einholen des Blisters sitze ich dann erst mal 5 Minuten in der vorderen Backskiste und denke nach, in welcher Reihenfolge jetzt was passieren muß. Das ging schonmal deutlich schneller. Ich bin wohl nicht mehr so im Training, scheint mir. Ein guter Nachtschlaf ist auf jeden Fall garantiert. Schon 30 Seemeilen vor dem Ziel war ich total total platt.
Gegen 20.00 erreichen wir endlich, nach fast 16 h Überfahrt, die Ankerbucht von St. Antoni auf Ibiza.
Der Ankerplatz gefällt uns überraschend gut. Der Ankergrund ist feiner Sand, die Bucht nicht überbelegt mit wenig Schwell, selbst die vielen Discotheken sind noch im Vorsaisonmodus.